
Kältetherapie

Indikation:
Die Kältetherapie wird zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen eingesetzt. Sie findet Anwendung bei Sportverletzungen, rheumatischen Erkrankungen, neurologischen Beschwerden wie Multipler Sklerose und in der postoperativen Rehabilitation. Auch in der ästhetischen Medizin wird sie zur Hautstraffung und Fettzellreduktion genutzt.
Wirkprinzip:
Durch die gezielte Kälteeinwirkung verengen sich die Blutgefäße (Vasokonstriktion), was Schwellungen reduziert und Entzündungen hemmt. Gleichzeitig wird die Schmerzleitung in den Nervenfasern verlangsamt, wodurch das Schmerzempfinden abnimmt. Nach der Kälteanwendung kommt es zu einer reaktiven Gefäßerweiterung (Vasodilatation), die die Durchblutung und den Stoffwechsel anregt.
Ergebnisse:
Studien zeigen eine kurzfristige Schmerzreduktion und verbesserte Beweglichkeit bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose. In der Sportmedizin unterstützt Kältetherapie die Regeneration und kann Muskelkater verringern. Bei neurodegenerativen Erkrankungen wurden positive Effekte auf Spastik und Fatigue berichtet. Die Wirksamkeit ist jedoch individuell unterschiedlich, und für einige Anwendungsbereiche sind weitere klinische Untersuchungen erforderlich.